Geschichte
Neue Aufgabenfelder: 1964 – 1994
Seit Mitte der sechziger Jahre leiden alle Ordensgemeinschaften unter fehlenden Neueintritten. Berufungen zu einem geistlichen Leben sind seit dieser Zeit extrem zurückgegangen. Aufgrund des damit einsetzenden Schwesternmangels sahen sich auch die Cellitinnen gezwungen, nach und nach zahlreiche Niederlassungen und Aufgabenfelder aufzugeben.
Reformen im deutschen Krankenwesen Anfang der siebziger Jahre - insbesondere die Finanzierung der Krankenhäuser betreffend - stellten den Orden vor weitere Probleme. So erfolgte eine intensive Umstrukturierung der Ordensarbeit. Die Ziele der Gemeinschaft wurden nicht verändert, diese blieben weiter Fürsorge und Hinwendung für Alte, Kranke und Hilfsbedürftige.
Praktisch bedeutete diese Umstruktierung eine Konzentration auf bestimmte Häuser und Kernbereiche der Arbeit. So waren beispielsweise vielen Altenheimen weitere Einrichtungen wie Erholungsbetrieb, Hauswirtschaftsschule, Landwirtschaft etc. angegliedert. Diese Nebenbetriebe wurden zugunsten der Kernaufgabe Altenpflege geschlossen. Außerdem wurden zunehmend Laien mit (Leitungs-)Aufgaben betreut, die vormals von Schwestern ausgeübt wurden.
Von Köln nach Kerala
Während die Gemeinschaft in Deutschland Maßnahmen ergriff, um auf die angespannte Personalsituation zu reagieren, eröffnete sich gleichzeitig eine Zukunft auf einem anderen Kontinent.
Das II. Vatikanische Konzil erklärte 1962 Mission und christliche Entwicklungshilfe zu Aufgaben der ganzen Kirche und rief alle religiösen Gemeinschaften zur Mithilfe auf. Auch die Cellitinnen stellten sich dieser Aufgabe. Auf Empfehlung des Erzbischofs Matthew Kavukattu von Changanacherry (Diözese in Kerala, einem Bundesstaat im Südwesten Indiens) richtete die Kongregation von Köln aus ein verstärktes Augenmerk auf Indien. Die Folge: Bereits im Jahr 1964 fanden sechzehn indische Kandidatinnen als Novizinnen Aufnahme im Kloster Heisterbach/Königswinter. Ziel der Initiative war eine Neugründung in deren Heimatland, zu der es schon drei Jahre später kommen sollte - ein Hospital in Kumuly/Kerala.
Die damit angestoßene Entwicklung zeigte eine große Dymnamik. Im Jahr 1981 erhob die Generaloberin der Cellitinnen, Mutter M. Nikodema Rützenhoff, die indischen Filialen zu einer Region mit Hauptsitz in Bangalore.
Die Schwestern der Genossenschaft der Cellitinnen werden in Indien allgemein als "Augustinian Sisters" bezeichnet. Der Hintergrund: In Asien rief der Name Cellitinnen keinerlei Assoziationen hervor, wogegen die Regel des heiligen Augustinus dank ihrer Aktualität auch in Indien geschätzt wird.
Vorrangige Tätigkeit der Augustinian Sisters ist die Krankenpflege in städtischen Krankenhäusern, in dörflichen Ambulanzstationen und Lepradörfern sowie Lehrtätigkeit in Schulen.
Unsere Geschichte
Unsere Wurzeln: Von Beginen zu Cellitinnen...
Wachstum der Gemeinschaft: 1870 – 1964...
Im Zusammenschluß aller augustinischen Gemeinschaften zu einer Föderation sind wir seit 1951 dem weltweit tätigen Augustinerorden angegliedert und dürfen seit 1987 unserem Namen OSA (Ordo Sancti Augustini) anfügen.
Mai 1964. Flughafen Köln-Bonn. Weihbischof Cleven, Sr. Wilma und Mutter Cleta empfangen die ersten indischen Kandidatinnen.
Gründung von Niederlassungen in Indien
1967: St. Augustine Hospital, Kumily
1972: Nirmala Boarding, Sendhwa
1977: St. Augustine Nivas, Bangalore
Elisabeth Sadan, Sendhwa
1979: St. Josepf Konvent,
Anavilasam, Pushpa Nivas
1980: Karuna Hospital, Sendhwa
1982: Augustine Bhavan, Amaravathi
1983: St. Augustine Convent, Adackathode
1989: Augustine Sadan, Pedapadu
1992: Keerthi Nilaya, Pansemal
Mahila Vidyashram Vihar, Khandwa
St. Augustine Convent, Punasa
1993: Mahila Vidyashram Vihar, Khandwa
St. Augustine Convent, Punasa

